Sturmschäden : Es liegt was in der Luft

So bereiten sich Hausbesitzer auf schwere Stürme vor.

Droht ein Orkan, sollten Hausbesitzer die Stromkreise abstellen.
Droht ein Orkan, sollten Hausbesitzer die Stromkreise abstellen.Foto: imago

Wenn schwere Stürme drohen, sollten Hausbesitzer vorher ihr Haus und den Garten fotografieren. Das rät das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn. So ist es hinterher leichter, der Versicherung Schäden zu beweisen. Außerdem können Hausbesitzer Folgendes tun:

VORSCHÄDEN BEHEBEN
Ein Risikofaktor sind alte Sturmschäden, die bisher nicht beseitigt wurden: Starke Winde können gelockerte Dachziegel, Schindeln, Verkleidungen an Gauben und Giebeln abstürzen lassen. Oder eine mit Laub verstopfte Regenrinne läuft bei Starkregen über und beschädigt die Fassade.

Der Verband Privater Bauherren rät, nach Stürmen das Haus zu überprüfen und die Schäden zu beheben. Das lohnt sich auch noch, wenn schwere Stürme bereits angekündigt sind. Ein Sturm liegt für die Versicherungen in der Regel ab Windstärke 8 vor, erläutert die Verbraucherzentrale NRW. Nach den Versicherungsbedingungen reicht es für den Nachweis aus, dass es vorher eine offizielle Sturmwarnung gab und Häuser in der Nachbarschaft beschädigt wurden. Alle Schäden, die am Gebäude entstanden sind, übernimmt die Wohngebäudeversicherung, erläutert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

HAUS UND GARTEN SICHERN

Fenster, Roll- und Fensterläden sollten geschlossen werden. Alle beweglichen Teile im Garten und auf dem Balkon muss man sichern.

Nicht nur mit Sturm, auch mit großen Regenmengen ist vielerorts zu rechnen. Sie können die Kanalisation schnell überfordern. Dann drückt das Wasser durch die Abflüsse im Haus hoch – und in den Keller hinein. Daher sollten Hausbesitzer vorsorglich kontrollieren, ob die Rückstauklappen funktionieren. Sie verschließen bei Druck von unten das Rohr.

Droht Starkregen die Keller zu überfluten, sollten alle Stromkreise abgestellt werden. Möbel und Elektrogeräte wie Waschmaschine und Trockner werden höher gestellt, im Keller gelagerte Lebensmittel oder empfindliche Gegenstände kommen in wasserdichte Behälter. Heizöltanks müssen so gesichert sein, dass die Flut sie nicht anheben kann.

(dpa)

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