Tagesspiegel-Magazin "Neubauten" : Mieten oder Kaufen?

Immobilienkauf ist günstiger als Mieten. Eine gute Vorbereitung ist dabei alles. Wie das geht und mehr zum Wohnstandort Berlin lesen Sie hier.

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Das neue Heft "Neubauten" lag am 29. März dem Tagesspiegel bei.
Das neue Heft "Neubauten" lag am 29. März dem Tagesspiegel bei.Foto: mauritius images/Architecture Foto/Alamy

Vor wenigen Tagen wurde wieder einmal eine neue Studie zum Thema Wohneigentum vorgestellt. Dieses Mal ging es nicht um steigende Mieten und Wohneigentumspreise in Berlin wie in den gefühlt einhundert Studien, die im vergangenen halben Jahr in die elektronischen Postfächer eingeworfen wurden.

Nein, es ging in der aktuellen Untersuchung nicht um Horrormeldungen aus den großstädtischen Ballungsräumen. Vielmehr zeigte die vom Institut für Demoskopie Allensbach und dem Beratungsunternehmen IW Consult im Auftrag der Sparda-Banken erstellte Untersuchung „Wohnen in Deutschland 2017“, dass Immobilienkauf auf lange Sicht günstiger ist als Mieten. Wie bitte? Bei den Preisen?
Im Durchschnitt beträgt der Kostenvorteil 41 Prozent, es gibt aber große regionale Unterschiede. Nicht nur auf sie kommt es an. Auch der Zeitpunkt, wann ein Immobilienkauf realisiert wird, ist wichtig. Und natürlich spielen die Einkommens- und Lebensverhältnisse eine große Rolle. Eine Immobilie muss man sich leisten können: Die Eigentümerquote in der Einkommensgruppe von 2000 bis 6000 Euro netto im Monat liegt bei 55 Prozent, bei unter 2000 Euro bei 31 Prozent. Bei Netto-Einkommen über 6000 Euro liegt die Wohneigentumsquote dann bereits bei 75 Prozent.

Immobilienbesitzer sind zufriedener als Mieter

Viele der Befragten aber scheuen den Erwerb eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung selbst dann, wenn er rechnerisch möglich wäre. Aus Angst vor den Risiken eines Kredits.
In der historisch als Mieterstadt gewachsenen Hauptstadt Berlin ist es schon aus wahlarithmetischen Gründen opportun, dass die großen und kleinen Parteien nicht zum Erwerb von Eigentum aufrufen. Sie könnten es angesichts niedriger Zinsen, sollten es vielleicht sogar.

In der aktuellen Beilage „Neubauten“ geht es deshalb vor allem um die richtige Vorbereitung einer Kaufentscheidung. Wie aufreibend dann auch alles ist, was dann kommen mag: Letztlich wird man am Ende doch belohnt. Immobilienbesitzer sind laut Allensbach mit ihrer Wohnsituation zufriedener als Mieter. Zu 63 Prozent sogar „sehr zufrieden“.

Weitere Beiträge aus der Beilage lesen Sie hier.

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