Immobilien : Teure Dachreparatur für den Handwerker Firma muss für Sturmschaden haften, weil sie Haus nicht schützte

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Ein Handwerker, der während einer Dachreparatur das Haus nicht ausreichend gegen Regenschäden absichert, ist im Falle eines Unwetters seinem Auftraggeber gegenüber zu Schadensersatz verpflichtet. Diese Auffassung vertritt das Oberlandesgericht Celle (Aktenzeichen 22U109 / 01) nach Angaben des LBSInfodienstes. Dabei gaben die Richter dem Eigentümer einer Immobilie Recht, der seinen Auftragnehmer zur Behebung eines Schadens in Höhe von rund 45000 Euro verklagt hatte. Die Handwerker hatten im Hochsommer Reparaturarbeiten am Dach ausgeführt und das Gebäude nach Feierabend nur notdürftig mit dünnen Plastikfolien geschützt. Ein unerwartet heftiges Unwetter zog in der Nacht auf. Große Mengen an Wasser drangen in das Haus ein und verursachten einen großen Schaden. Die Handwerksfirma wollte für diese Kosten nicht aufkommen und begründete dies damit, dass derartige Regenfluten im Juli so ungewöhnlich seien, dass sie zu Recht keine entsprechenden Vorkehrungen treffen musste. Doch dieser Auffassung widersprachen die Richter. Wer ein Dach öffne, der müsse die betreffende Immobilie über Nacht vor dem Eindringen von Wasser schützen - unabhängig von der Jahreszeit. ball

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