Immobilien : Töpfe ausschöpfen

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Die gute Nachricht vorweg: Bisher ist noch keine der verfügbaren Förderungen von Bund oder Land ausgeschöpft. So fördert die bundeseigene KfWBank Erwerb oder Bau selbst genutzten Grundeigentums mit billigen Krediten: Maximal 30 Prozent der Herstellungskosten, aber höchstens 100000 Euro kann man als zinsgünstiges Darlehen beantragen. Die Zinsen betragen bei zehnjähriger Bindung 4,47 Prozent (effektiv), bei fünf Jahren 3,8 Prozent.

Für Modernisierung und Investitionen, die den CO2-Ausstoß mindern, gibt es billige Kredite von der KfW . Im Gebäudesanierungsprogramm kostet das Geld 1,8 Prozent Effektivzinsen bei einer 10-jährigen Laufzeit. Diese Kredite kann jeder erhalten, der in Altbauten investiert: die Heizung erneuert oder Wärmedämmung unter dem Dach anbringt. Es gibt drei Programme. Achtung: Das Modernisierungsprogramm 2003 läuft 2004 aus. Infos: www.kfw-forderbank.de, Telefon: (01801) 335577.

Eigentümer von Immobilien können ähnlich wie Mieter Wohngeld bekommen. Voraussetzung ist, dass die wirtschaftliche Belastung durch Kredite groß ist, und das Einkommen bestimmte Grenzen nicht überschreitet: Zwei-Personen-Haushalt rund 1200 bis 1600 Euro monatlich, je nach Belastung durch Lohnnebenkosten und Sozialversicherungen. Infos: www.baufoerderer.de

Berlin hat die Förderung des Wohneigentums eingestellt. Dagegen fördert die Investitionsbank des Landes Brandenburg unter anderem für Haushalte mit mindestens zwei Personen, darunter mindestens einem Kind oder einer schwerbehinderten Person Förderungen. Voraussetzung: Die jährlichen Grenzen des „verfügbaren Einkommens“ beträgt für zwei Personen 18000 Euro, und für jede weitere Person im Haushalt weitere 4100 Euro. Gefördert mit teilweise zinslosen Krediten wird der Bau oder Erwerb von Immobilien in bebauten Ortsteilen. Infos: www.ilb.de oder Telefon: (0331)6601322.

Nicht gedeckelt, aber auch eine Förderung ist die Eigenheimzulage . Diese wird als Barzuschuss vom Staat auf das Konto des Immobilienerwerbers oder Bauherrn überwiesen: acht Jahre lang 1250 Euro jährlich. Pro Kind kommen 800 Euro hinzu. Die Zulage erhält man nur, wenn das Einkommen in den zwei Jahren vor Antragstellung zusammengerechnet nicht mehr als 70000 Euro betrug. Diese Einkommensgrenze liegt bei Verheirateten bei 140000 Euro und erhöht sich pro Kind um weitere 30000 Euro. Die Zulage gibt es nur für selbst genutzte Objekte. Achtung: Wer nicht im Jahr des Erwerbs noch einzieht, verliert die Zulage im ersten der acht Jahre.

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