Immobilien : Umpflanzen nach Plan

Das Staudenbeet kann jetzt auf Vordermann gebracht werden

Peter Busch

Damit viele Prachtstauden jährlich einen üppigen und langen Blütenflor im Garten entwickeln, benötigen sie mehr Pflege als Düngen und Gießen. Jetzt im Herbst können die Rabatten gut auf Vordermann gebracht und alte Stauden geteilt werden. Wichtig ist vor allen Dingen, das Staudenbeet frei von Wurzelkräutern zu halten, aus deren Wurzelstückchen wieder neue Pflanzen wachsen. Sie durchdringen in kürzester Zeit ein Staudenbeet und machen es unansehnlich.

Besonders wichtig ist die Teilung und Verpflanzung an einen neuen Standort für Margeriten und Purpur-Rudbeckie; sie kommen nämlich mit ihren eigenen Abbauprodukten nicht zurecht, kümmern deshalb nach dem zweiten Jahr an derselben Stelle und verschwinden dann schließlich ganz, wenn sie keinen neuen Standort bekommen. Feinstrahl- und Herbstastern sowie Schwertlilien wachsen besonders prächtig, wenn man sie alle drei Jahre und Rittersporn alle vier Jahre teilt.

Es gibt aber auch Stauden, die jahrelang ungestört wachsen wollen oder auf ein unsachgemäßes Umpflanzen mit Kümmerwuchs reagieren. Dazu gehören Akeleien, Pfingstrosen, Taglilien, Tränendes Herz und Türkischer Mohn. Manche im Frühjahr blühenden Stauden, wie die Bartiris, wollen hingegen direkt nach der Blüte geteilt werden, damit sie bis zum Herbst wieder genügend Wurzeln gebildet haben.

Zum Teilen werden die Pflanzen vorsichtig mit einer Grabegabel aus der Erde genommen, diese weitgehend vom Wurzelballen abgeschüttelt und abgestorbene Pflanzenreste abgeschnitten. Stauden kann man so lange teilen, wie jedes Stück zumindest eine Triebknospe und ausreichend Wurzeln aufweist. Von alten, mächtigen Wurzelstöcken nimmt man nur aus dem Rand die Ableger zur Wiederverwendung, die Innenteile sind weniger brauchbar und können kompostiert werden. Zu lange Wurzeln der Ableger werden eingekürzt und die Stauden nach einem gründlichen Wässern wieder eingegraben.

Bevor es an die Pflanzung geht, sollte man sich einen Plan aufzeichnen, aus dem alle Pflanzen mit ihrer Größe und Blütenfarbe hervorgehen, damit später nicht größere Stauden vor niedrigen stehen und solche, die farblich nicht zusammenpassen, nebeneinander gepflanzt werden.

Wichtig ist es, die Pflanzabstände einzuhalten. Kriechende, niedrige und Polsterstauden benötigen einen allseitigen Abstand von 20 Zentimetern, halbhohe Stauden, die 60 bis 100 Zentimeter wachsen, einen Abstand von 40 Zentimetern und hohe Stauden sogar einen Abstand ringsum von 80 Zentimetern.

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