URTEILE :

Katzenkratzer
Das Amtsgericht Gießen entschied, dass ein Vermieter einem aus der Wohnung ausziehenden Mieter nichts von der zu Mietbeginn gezahlten Kaution für Reparaturkosten abziehen darf, die für die Beseitigung von Kratzspuren an der Schlafzimmertür angefallen sind. Das gelte jedenfalls dann, wenn die Katze erlaubt gehalten wurde. Der Amtsrichter sah diese Abnutzung nach drei Jahren Mietzeit als „vertragsgemäßen Gebrauch“ der Räume an, die mit den Mietzahlungen abgegolten seien. (AZ: 48 MC 720/08)

Vogelfutterhäuschen

Ein Wohnungseigentümer muss sein Vogelfutterhäuschen so aufstellen, dass es nicht über die Balkonbrüstung hinausragt. In einem konkreten Fall vor dem Amtsgericht Frankfurt am Main beschwerte sich ein unter dem Vogelfreund wohnender Eigentümer erfolgreich über die Verschmutzungen auf seinem Balkon. Der Vogelliebhaber habe dafür zu sorgen, so das Gericht, dass die durch das Futterhäuschen resultierende Beeinträchtigung durch Kot und Futterreste abgestellt würden. (AZ: 33 C 1922/13)

Hundepension
Betreiber einer Hundepension dürfen als Standort nicht ein allgemeines Wohngebiet wählen. Das hat das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen entschieden. Auch das Argument, die maximal zehn Vierbeiner würden sich hauptsächlich „im Haus“ aufhalten und nur angeleint auf dem Hof ins Freie gelassen, garantiere nicht, dass es nicht zu „wohnunverträglichen Lärmbelästigungen“ komme. Das Gebell „als natürliches Kommunikationsmittel“ könne nicht verhindert werden. (AZ: 2 A 529/12) (mht)

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