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Windenergieanlage

Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein- Westfalen hat für eine bereits teilweise fertiggestellte Windenergieanlage entschieden, dass sie zu nah an einem Wohnhaus geplant und gebaut worden ist. Ist die Anlage 150 Meter hoch und liegt das Haus nur 270 Meter entfernt, ist der Abstand deutlich geringer als das Zweifache der Gesamthöhe der Anlage. Damit wirke sie auf das Haus „bedrängend“ – vor allem dann, wenn Garten und Fenster der Wohnräume zur Seite des Anlagenstandortes liegen (AZ: 8 A 2764/09).

Bahnhofsumfeld

Wer im Bahnhofsumfeld wohnt, muss eine Straßenlaterne vor seinem Haus dulden, die zunächst zwei Meter und nach einer Umgestaltung des Bahnhofs nur noch zehn Zentimeter von der Hauswand entfernt steht. Wird das Haus nicht mit einem Lichteinfall von mehr als 1 Lux (Helligkeit einer Fläche in einem bestimmten Abstand zur Lichtquelle) bestrahlt, habe der Anwohner dies „innerstädtisch wohnend“ hinzunehmen (Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz, AZ: 1 A 10474/10).

Thermostatventile

Thermostatventile zur Regelung der Heizungswärme in Eigentumswohnungen dienen auch dem gemeinschaftlichen Gebrauch aller Wohnungseigentümer und sind deshalb Gemeinschaftseigentum. Das hat das Oberlandesgericht Stuttgart im Fall der Reparatur der Fußbodenheizung eines Eigentümers entschieden, die 1543 Euro kostete. Alle Eigentümer seien verpflichtet, aufgrund der Energiesparverordnung ihre Heizungsanlage mit einer Regelungseinrichtung zu versehen (AZ: 8 W 404/07).büs

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