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Weihnachtsschmuck



Das Landgericht Berlin hat entschieden, dass Lichterketten und Weihnachtsschmuck am Haus grundsätzlich erlaubt sind – vorausgesetzt, sie sind sicher installiert. Außerdem dürften die Hausfassade nicht beschädigt und Nachbarn nicht übermäßig gestört werden. Das gelte auch für den Mieter. Denn es sei weit verbreitete Sitte, in der Weihnachtszeit Fenster und Balkone mit elektrischer Beleuchtung zu schmücken, so das Gericht. Ein Vermieter dürfe dann keine Einwände dagegen vorbringen. (AZ: 65 S 390/09) Weihnachtspyramide

Gerät eine Weihnachtspyramide in Brand, während der Mieter kurz auf der Toilette sitzt, so kann ihm keine grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen werden. Er muss deshalb keinen Schadenersatz leisten, wenn dabei Teile der Wohnung abbrennen. Das Amtsgericht Offenbach lehnte den von der Wohngebäudeversicherung des Vermieters geltend gemachten Regressanspruch ab. Der Mann hätte keine Veranlassung gehabt, für die kurze Zeit die in Metallschälchen stehenden Kerzen auszublasen. (AZ: 38 C 377/06)

Weihnachtsbaum

Wedeln vierjährige Zwillingskinder am Weihnachtsbaum mit Wunderkerzen, worauf er Feuer fängt und das ganze Haus abbrennt, so kann den Eltern keine Verletzung ihrer Aufsichtspflicht angelastet werden, weil sie nicht damit rechnen mussten, dass die Aktion derart verheerende Folgen haben würde (zumal der Baum noch nicht ausgetrocknet war). Die Feuerversicherung des Hausbesitzers hat deshalb keinen Regressanspruch gegen die Eltern. (Oberlandesgericht Frankfurt am Main, 3 U 104/05) büs

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