URTEILE : URTEILE

Eigentumswohnung I

Ist ein Wohnungseigentümer mit seinen Hausgeldzahlungen „beharrlich“ im Rückstand und wird deshalb von der Verwalterin auf Zahlung verklagt, so steht ihr für die „Bearbeitung des gerichtlichen Verfahrens“ eine Vergütung (hier: 243 Euro) zu. Dies gilt aber nur dann, wenn die Klage gegen die Wohnungseigentümergemeinschaft als Verband durchgeführt wird und nicht – wie hier – in eigenem Namen. Der Vertragspartner einer Verwalterin ist nämlich nicht der einzelne Eigentümer. (BGH, V ZB 134/11)

Eigentumswohnung II

Beschließt eine Wohnungseigentümergemeinschaft, dass Rauchwarnmelder angebracht werden sollen, so handelt es sich um eine „allgemeine Regelung der Verwaltung des Gemeinschaftseigentums“. Das heißt: Auch wenn die Rauchwarnmelder in den Räumen der einzelnen Eigentümer angebracht werden, handelt es sich um Gemeinschaftseigentum. Rauchwarnmelder dienen nicht nur dem Schutz der in den Räumen befindlichen Personen, sondern auch der Sicherheit des Gebäudes. (AmG Ahrensburg, 37 C 11/08)

Eigentumswohnung III

Der Beschluss einer qualifizierten Mehrheit der Eigentümer, stillgelegte Gemeinschaftsschornsteine wiederherzustellen, ist wirksam. Es handelt sich dabei um eine bauliche Veränderung, die von den Eigentümern als Modernisierungsmaßnahme beschlossen werden kann. Dafür genügt es, dass die Maßnahme „aus der Sicht eines verständigen Wohnungseigentümers“ eine sinnvolle Neuerung darstellt, die zu einer „nachhaltigen Erhöhung des Gebrauchswerts“ führt. (Bundesgerichtshof, V ZR 82/10) büs

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