URTEILE : URTEILE

Wohngebäudeversicherung

Hat ein Versicherungsvertreter im Antrag für eine Wohngebäudeversicherung eine falsche Quadratmeterzahl eingetragen (hier, weil der Hausanbau unberücksichtigt blieb), so darf der Versicherte im Schadenfall nicht wegen „Unterversicherung“ mit einer Leistungskürzung belegt werden. Dies dann nicht, wenn das Versicherungsunternehmen nicht nachweisen kann, dass ihr Versicherter den Fehler des Vertreters bemerkt und ihn nicht darauf aufmerksam gemacht hatte. (Saarländisches OLG, AZ: 5 U 60/11–12)

Hausratversicherung

Wird ein im Garten deponierter Edelstahlgrill gestohlen, so braucht die Hausratversicherung dafür keinen Schadenersatz zu leisten. Denn ein Grill ist kein „Möbelstück“ (worauf die Versicherungsbedingungen den Leistungsanspruch hier begrenzt hatten). Ein Amtsrichter in Bad Segeberg: Der Begriff des Möbelstücks umfasst im Allgemeinen nur Einrichtungsgegenstände, die der „Lagerung von Menschen, Tier und Gegenstand im weitesten Sinne“ dienen. Dazu gehört ein Grill auf keinen Fall. (AZ: 17 C 116/11)

Unfallversicherung

Bietet ein Zimmermann einem Freund an, bei der Errichtung eines Carports als Gegenleistung dafür zu helfen, dass er ihm dabei in anderen Bereichen zur Seite steht, so steht er bei den Arbeiten nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Verletzt er sich bei Arbeiten, so hat es sich um ein freiwilliges unentgeltliches Freundschafts-Angebot gehandelt, welches es so unter „normalen arbeitnehmerähnlichen Über- /Unterordnungsverhältnissen“ nicht gegeben hätte. (SG Karlsruhe, AZ: S 1 U 2650/11) büs

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