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Gasetagenheizung



Will ein Vermieter eine Gaszentralheizung installieren, so darf er von einem Mieter nicht die Zustimmung verlangen, in dessen Wohnung bereits Jahre zuvor eine Gasetagenheizung eingebaut worden war. Der Mieter kann allerdings doch zur Duldung (und damit zumTragen der Kosten, hier in Höhe von 20 Euro monatlich) verpflichtet sein, wenn in der Ersetzung der älteren Gasetagenheizung durch eine moderne Gaszentralheizung „eine Maßnahme zur Energieeinsparung zu sehen ist“. (BGH, VIII ZR 110/11)

Wasseruhren

Stellt ein Vermieter, der mit seinen Mietern eine (Teil-)Inklusivmiete vereinbart hat, die Abrechnung durch neue Wasseruhren auf individuellen Verbrauch um (und reduziert die Miete entsprechend), so haben die Mieter dies hinzunehmen. Das gilt auch für Verträge, die vor August 2001 geschlossen wurden. Dies hat deshalb Bedeutung, weil das Recht der Vermieter auf Änderung der Mietstruktur im September 2001 eingeführt wurde und der Vertrag bereits 1979 geschlossen worden war. (BGH, VIII ZR 97/11)

Innendämmung

Nur wenn es im Rahmen von Sanierungsarbeiten wegen Feuchtigkeitsschäden lediglich ein wirksames Mittel gibt, darf ein Mieter darauf bestehen, dass der Vermieter dieses anwendet. Sonst entscheidet der Eigentümer, wie vorzugehen ist. Hier wurde es einem Vermieter zugebilligt, statt der vom Mieter geforderten Außenwärme- eine Innendämmung zu installieren. Hält ein Gutachter dies für sachdienlich, darf sie gegen den Willen des Mieters umgesetzt werden. (LG Hamburg, 307 S 152/09) büs

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