URTEILE : URTEILE

Versicherung I

Schrumpft das Erdreich eines Hausbesitzers durch Austrocknung des Bodens und will er seine Wohngebäudeversicherung dafür in Anspruch nehmen, so muss er es hinnehmen, wenn der Versicherer die Regulierung ablehnt. Das Oberlandesgericht Koblenz klärt auf, dass ein Erdfall dann eine „versicherte“ Senke sei, wenn sie durch den Einsturz eines unterirdischen Hohlraumes entstanden ist. Weil hier das Haus aber durch die Austrocknung sank, liege ein Versicherungsfall nicht vor. (OLG Koblenz, 10 U 1319/10)

Versicherung II

Das Oberlandesgericht Oldenburg hat entschieden, dass eine „Überschwemmung“ im Sinne einer Elementarschadenversicherung auch dann nicht vorliege, wenn der Keller eines Hauses randvoll gelaufen ist. Stellt sich heraus, dass das Regenwasser über eine schräge Garageneinfahrt „gebündelt“ in den Keller geleitet worden ist, so muss der Versicherer nicht zahlen. Bei einer Überflutung müsse der gesamte Grund und Boden betroffen sein. Im Garten stehendes Wasser reiche nicht. (OLG Oldenburg, 5 U 160/11)

Versicherung III

Sehen die Versicherungsbedingungen eines Hausratversicherers vor, dass nach einem Einbruchdiebstahl auch die dadurch hervorgerufenen Reparaturen (hier an einer Tür) ersetzt werden, so müssen Kosten nachgewiesen werden. Eine Abrechnung „auf Gutachtenbasis“ geht nicht. Hier ging es um eine – industriell angebrachte – Ecktür, die nun individuell ersetzt wurde. (Da die Tür während des laufenden Gerichtsverfahrens einwandfrei funktionierte, wurde der Antrag abgelehnt.) (OLG Köln, 9 U 241/10) büs

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