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Katzengitter

Das Amtsgericht Schorndorf hat entschieden, dass es einem Mieter nicht ohne Weiteres verboten werden darf, an Fenstern oder Türen ein – nicht fest montiertes – Katzengitter anzubringen. Stellt das Vorhaben weder eine optische Beeinträchtigung noch einen Eingriff in die bauliche Substanz dar, so darf der Vermieter nichts einwenden. Hier ging es um einen Mieter, der das Gitter „nach hinten ’raus“ angebracht hatte, wo es nur von Bewohnern oder Besuchern des Hauses gesehen werden konnte. (AZ: 6 C 1166/11)

Katzenklo pro

„Auf dem Land“ muss ein Hausbesitzer hinnehmen, dass zwei Katzen seines Nachbarn „immer wieder mal“ durch seinen Garten streunen und dort Kot hinterlassen. In solchen Gebieten gehöre es zu den „erweiterten Nutzungsmöglichkeiten“, Tiere zu halten. Auch deswegen entschieden sich Bürger für ein Leben „auf dem Land“. Ist außerdem nicht bewiesen, dass die beiden Katzen gezielt das eine Grundstück ansteuern, so müssen „Unannehmlichkeiten“ hingenommen werden. (LG Oldenburg, 8 S 578/10)

Katzenklo contra

Hält der Vermieter eines Hauses rund 30 Katzen im Erdgeschoss und im Garten, so darf ein Mieter, der die Wohnung darüber bewohnt, die Miete mindern, wenn der Fäkaliengestank teilweise so stark ist, dass er im Sommer die Fenster schließen muss und den Balkon nicht nutzen kann. Es wurde festgestellt, dass der Mieter kaum lüften konnte, teilweise die ganze Wohnung „roch“ und bei geschlossenen Fenstern geschlafen werden musste. 15 Prozent Mietminderung seien gerechtfertigt. (AmG Brühl, 28 C 402/05) büs

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