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Hausverkäufer darf Marderbefall

auf Dachboden nicht verschweigen



Ein Hausverkäufer darf nicht verschweigen, dass auf dem Dachboden ein Marder gewütet hat. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz entschieden. Nach Auffassung des Gerichts handelt der Verkäufer arglistig, wenn er den Marderbefall verschweigt. Daher müsse er für die Kosten einer späteren Sanierung des Dachbodens aufkommen. Das Gericht gab mit seinem Urteil der Schadenersatzklage eines Hauskäufers statt. Der Kläger hatte nach dem Kauf des Hauses festgestellt, dass ein Marder auf dem Dachboden erhebliche Schäden angerichtet hatte. Er verlangte von dem Vorbesitzer Schadenersatz von 25 000 Euro, um die Schäden zu beseitigen. Denn der Verkäufer habe von dem Marderbefall gewusst, ihn aber verschwiegen. Die Feststellungen des Gerichts bestätigten diesen Verdacht. Als unerheblich werteten die Richter, dass im Kaufvertrag die Gewährleistung für das Haus ausgeschlossen wurde. Denn davon seien arglistig verschwiegene Mängel nicht erfasst, so das OLG. (Az.: 4 U 874/12)dpa

Mieter dürfen Wohnungsgesellschaft auch mal derbe kritisieren

Mieter dürfen ihre Wohnungsgesellschaft im Internet auch mal kritisieren. Selbst Begriffe wie „Sauverein“ und „Heuschrecke“ seien nicht immer automatisch unzulässig, befand das Landgericht Lübeck. Tatsächlich kann es sich im Einzelfall um zulässige Werturteile handeln, die von der Meinungsfreiheit gedeckt sind. In diesem Fall stritt sich ein Mieter mit seinem Vermieter über eine Nachzahlung von Betriebskosten und die Auszahlung der Kaution (Az.: 6 O 13/11)dpa

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