URTEILE : URTEILE

Trittschall

Auch in Wohnungseigentumsanlagen richtet sich die Qualität des Trittschallschutzes danach, wann das Gebäude gebaut worden ist. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Wird ein Teppichboden durch Laminat beziehungsweise Fliesen ersetzt, so müssen die sich daraus ergebenden „neuen Geräusche“ hingenommen werden. Hier wurde festgestellt, dass die Dämmung durch den Austausch der Beläge im Vergleich zum ursprünglichen Zustand sogar wesentlich verbessert wurde. (BGH, V ZR 195/11)

Gitarrenschall

Ein Vermieter darf einem Mieter fristlos kündigen, wenn der dreimal in der Woche bis zu zwölf Kindern Gitarrenunterricht erteilt und so Mitmieter stört. Dies auch dann, wenn der Unterricht schon längere Zeit gegeben wurde. Der Bundesgerichtshof: Der Vermieter kann zwar nach Treu und Glauben verpflichtet sein, „teilgewerbliche Nutzung“ zu erlauben. Das aber nur dann, wenn Mitmieter nicht mehr gestört werden als durch die übliche Nutzung – was hier aber der Fall war. (AZ: VIII ZR 213/12)

„Kinderschall“

Das Verwaltungsgericht Berlin wies Anwohnerklagen ab, die gegen einen mehr als 2000 Quadratmeter großen umgebauten Spielplatz protestierten. Sie hatten geltend gemacht, wegen der Größe und der attraktiven Ausstattung werde der Platz intensiv und auch überörtlich lärmintensiv genutzt. Sie machten jeweils Wertminderungen von rund 50 000 Euro geltend – vergeblich. Kinderlärm sei keine „schädliche Umwelteinwirkung“. Er sei „grundsätzlich zumutbar“. (AZ: 10 K 317/11) büs

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