URTEILE : URTEILE

Klettern im Wald

Soll in einem Erholungswald ein „Kletterwald“ mit künstlichen Hindernissen eingerichtet werden, so können die 160 bis 170 Meter entfernt wohnenden Hausbesitzer nicht dagegen angehen. Das gelte jedenfalls dann, wenn nicht zu erwarten sei, so das Verwaltungsgericht Koblenz, dass durch den Wald Lärm entstehe, der 45 Dezibel übersteigen wird – also einer Geräuschkulisse vergleichbar, die auch in Wohnungen vorkomme. Ferner gebe es auch eine „natürliche Geräuschdämpfung durch den Wald“. (AZ: 7 K 926/12)

Äste beim Nachbarn

Das Landgericht Dortmund hat entschieden, dass ein Hauseigentümer von seinem Nachbarn verlangen kann, die auf sein Grundstück herüberragenden Äste zu beseitigen. Allerdings habe er es zu dulden, dass Nadeln von den Bäumen des Nachbarn auf sein Grundstück fallen. Dafür stehe ihm keine Entschädigung zu. Die geforderten knapp 500 Euro bekam er nicht zugesprochen. Allerdings konnte er einen vom Nachbarn zu leistenden kleinen „Rückschnitt“ und eine Baumpflege durchsetzen. (AZ: 3 O 140/10) mht

Modernes Bad

Was gehört zu einem modernen Badezimmer? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Geht es dabei um eine Mieterhöhung, ist nach einem Urteil des Amtsgerichts Berlin-Schöneberg aber klar: Eine frei stehende Badewanne ist kein Merkmal für ein modernes Bad. Das gilt auch, wenn die Badewanne hochwertig ist (Aktenzeichen: 107 C 277/12). In dem in der Zeitschrift „Wohnungswirtschaft und Mietrecht“ abgedruckten Fall ging es um eine Mieterhöhung und um eine frei stehende Designerbadewanne. dpa

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