URTEILE : URTEILE

Schaden durch Wasser

Verursacht ein loser Schlauch in einem ambulanten Operationszentrum einen Wasserschaden in einer darunter liegenden Arztpraxis, so kann die Versicherung des Arztes, die den Schaden reguliert, den Betreiber des OP-Zentrums auch dann in Regress nehmen, wenn ihn keine Schuld am Schaden trifft. Das gelte dann, so der Bundesgerichtshof, wenn die beiden Bereiche jeweils unterschiedlichen Eigentümern gehören, die die Räume an unterschiedliche Mieter (Arzt, OP-Betreiber) vermietet haben. (AZ: V ZR 230/12) Tauwasser

Hat ein Mann sein Haus gegen Schneedruck und Überschwemmung versichert, so kann er diese Elementarschadenversicherung nicht in Anspruch nehmen, wenn Schnee auf einem flacheren Teil seines Daches geschmolzen und das Tauwasser in darunter liegende Räumlichkeiten eindringt. Das entschied das Landgericht Dortmund. Unter Schneedruck sei die Wirkung des Gewichts von Schnee und Eismassen zu verstehen. Nicht Tauwasser, das hier in die Räumlichkeiten gelangt sein muss. (AZ: 2 O 452/11)

Kaltwasser

Ob ein Vermieter die Kosten für Kaltwasser und Entwässerung zusammen mit den Heizkosten oder zusammen mit den übrigen Betriebskosten abrechnet, ist nicht so erheblich. Es laufe, laut Bundesgerichtshof, auf ein „Nullsummenspiel“ heraus, weil sich der Betrag der Betriebskosten dadurch nicht ändert. Die vom Mieter vorgenommene Beanstandung, dass die Kaltwasserkosten im „falschen Abrechnungskreis“ aufgeführt seien, ist eine „leere und deshalb unbeachtliche Förmelei“. (AZ: VIII ZR 268/10)mht

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben