URTEILE : URTEILE

Wohnhaus

Ist ein zur Vermietung oder zum Kauf anstehendes Wohnhaus seit fast 20 Jahren nicht an den Mann zu bringen, weil kein Käufermarkt vorhanden und das Objekt außerdem stark sanierungsbedürftig ist, braucht das Finanzamt die geltend gemachten Aufwendungen für die Unterhaltung des Hauses nicht mehr steuermindernd anzuerkennen. Laut Bundesfinanzhof gilt das unabhängig davon, dass der Eigentümer nach wie vor darauf hofft, mit dem Haus irgendwann einmal Gewinne zu erzielen. (AZ: IX R 48/12)

Penthouse

Wird ein Penthouse-Bewohner durch Bauarbeiten auf dem Nachbargrundstück erheblich beeinträchtigt, weil er „quasi von morgens bis abends“ Lärm- und Staubbelästigungen ausgesetzt ist, so kann er für die Dauer der Bautätigkeit die Miete mindern. Das Landgericht Berlin sprach 40 Prozent Minderung zu, weil er weder Fenster und Außentüren öffnen noch Terrasse und Balkon betreten konnte. Zudem wurde die Zufahrt zum Grundstück durch Baufahrzeuge oft mehrere Stunden blockiert. (AZ: 65 S 321/11)

Tierheim

Der Eigentümer eines Wohnhauses kann die geplante Errichtung eines Tierheimes in knapp 300 Meter Entfernung nicht verhindern, wenn die Begutachtung der – insbesondere durch Hundegebell – zu erwartenden Lärmbelastung nicht grob mangelhaft erscheint. Dies hatte er hier aber behauptet. Laut Verwaltungsgericht Minden tragen die schalltechnischen Untersuchungen die sichere Erwartung, dass die Richtwerte bei einem genehmigungskonformen Betrieb des Heims eingehalten werden. (AZ: 1 K 1448/13)mht

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