Immobilien : URTEILE

Beleidigungen

Streiten sich Nachbarinnen in einem Mietshaus über angebliche Ruhestörungen einer der Frauen, und wird die des Lärms Bezichtigte mit den Worten „Abschaum“, „Klauerin“ und „blöde Kuh“ tituliert, so kann die Beschimpfte kein Schmerzensgeld für die Beleidigungen verlangen. Zwar seien derartige Ausdrücke keine adäquate Reaktion auf die vermeintlichen Provokationen der Unruhestifterin, fand das Landgericht Coburg. Sie könnten aber ein Schmerzensgeld nicht rechtfertigen. (AZ: 33 S 60/07)

Schneelawinen

Ein Autofahrer, dessen Wagen von einer von einem Hausdach abgehenden Schneelawine getroffen und beschädigt worden ist, kann vom Hausbesitzer wegen des Vorfalls keinen Schadenersatz verlangen – zumindest dann nicht, wenn dieser nach der Ortssatzung nicht dazu verpflichtet ist, Schneefanggitter an seinem Dach anzubringen und wenn ein deutlich sichtbares Schild vor der Gefahr warnte. So entschieden es die Richter des Thüringer Oberlandesgerichts. (Aktenzeichen: 4 U 865/05)

Wohngebäudeversicherung

Bezweifelt eine Wohngebäudeversicherung, dass sie für einen Ölschaden aufkommen muss, und lässt sie deshalb ein Privatgutachten anfertigen, so kann sie ihren Versicherten nicht mit den Kosten für das Gutachten belasten – selbst dann nicht, wenn sie vor Gericht gewinnt. Das Oberlandesgericht Koblenz: Zu den – vom Unterlegenen zu tragenden – Prozesskosten zählen nur Aufwendungen für Expertisen, die im Rahmen einer gerichtlich angeordneten Beweisaufnahme anfallen. (AZ: 14 W 238/07)büs

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