Immobilien : URTEILE

Untervermietung

Sträubt sich ein Vermieter zu Unrecht dagegen, dass ein Mieter während seiner berufsbedingten Abwesenheit einen Untermieter in seine Wohnung nehmen möchte, so hat er ihm den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. Hier hatte der Vermieter keinen „anerkannten Grund“ für seine Weigerung, etwa eine zu erwartende Störung des Hausfriedens oder einen früheren Rechtsstreit mit dem potenziellen Untermieter. Das Landgericht Berlin verurteilte ihn deshalb zum Schadenersatz. (AZ: 67 S 425/05)

Schimpfkanonaden

Eine Wohnungseigentümerin muss einschreiten, wenn ihr Lebensgefährte die Mieter eines anderen Eigentümers in der Anlage nahezu täglich beleidigt (hier durch Ausdrücke wie „Ausländerpack“ und „Asoziale“). Die Mieter zogen aus, und der Eigentümer der Wohnung verlangte Ersatz für den Mietausfall, den er dadurch erlitten hatte, dass seine Wohnung erst sechs Monate später wieder vermietet werden konnte. Das Saarländische Oberlandesgericht bestätigte den Anspruch. (AZ: 5 W 2/07)

Wohngebäudeversicherung

Wird ein Haus umgebaut und entsteht durch einen in dieser Zeit aufgekommenen Sturm ein erheblicher Schaden, so kann die Wohngebäudeversicherung den Ersatz verweigern, wenn das Dach nur notdürftig durch Dachpappe abgedeckt und das Gebäude auch noch eingerüstet ist. Das Gericht bestätigte das, weil das Haus noch nicht wieder bezugsfertig war. Es habe nicht über eine abgedichtete Außenhaut verfügt. Außerdem habe das Gerüst eine Erhöhung der Gefahr bedeutet. (OLG Rostock, 6 U 121/07)Tsp

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