Immobilien : URTEILE

Eigentumswohnung

Auch wenn ein Wohnungseigentümer den Dachboden einer Wohnanlage allein nutzen darf, hat er nicht das Recht, ohne Zustimmung der übrigen Eigentümer ein Dachfenster zu vergrößern. Begründung: Der Instandhaltungsaufwand vergrößert sich, und es ist mit einem zusätzlichen „Streitpotential wegen der Einstandspflicht im Falle eines Schadens“ zu rechnen. Hier hatte es Ärger gegeben, weil das neue Fenster undicht war. Der alte Zustand musste wieder hergestellt werden. (OLG Düsseldorf, 3 Wx 98/07)

Werbungskosten

Ein Finanzamt muss es allenfalls zwei Jahre lang akzeptieren, dass ein Steuerzahler negative Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung für seine nicht vermietete Wohnung steuermindernd geltend macht. Erfährt es dann, dass der Wohnungseigentümer weder einen Makler beauftragt noch Anzeigen geschaltet, sondern sich damit begnügt hat, ein- bis zweimal pro Jahr Werbezettel an Bäumen aufzuhängen, so reicht das nicht als aussichtsreiche Maßnahme, so das Finanzgericht Hamburg. (AZ: 2 K 8/06)

Wohnungsmiete

Ein Vermieter verstößt nicht gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz, wenn er in einem Mehrfamilienhaus für exakt gleich große und gleich geschnittene Wohnungen unterschiedlich hohe Mieten nimmt. Solange er weder überhöhte Mieten verlangt, noch Erhöhungen, die über den ortsüblichen Vergleichsmieten liegen, ist er in seiner Entscheidung frei. Maßgebend sei, so das Landgericht Berlin, dass „die einzelnen Mieter korrekt im Rahmen der mietrechtlichen Vorschriften behandelt“ würden. (AZ: 63 S 227/00)büs

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