Immobilien : URTEILE

Fußball

Zieht ein Mann in ein Haus in der Nähe eines Fußballstadions, in dem ein Verein der 4. Liga seine Spiele austrägt, so muss er damit rechnen, dass dort in den folgenden Jahren Aufstiege zu feiern sind. Steigt dadurch der Lärm, so kann der genervte Eigentümer deshalb keinen Schadenersatz für den Wertverlust seines Anwesens verlangen. Das Landgericht Aachen wies die Klage des Mannes ab, der sein Recht auf Ruhe einforderte – und empfahl ihm, an den Spieltagen die Fenster zu schließen. (AZ: 9 O 533/05)

Kinderlärm

Ein Grundstückseigentümer kann von seinem Nachbarn nicht verlangen, dass der einen Kinderspielturm abreißt, weil er befürchtet, dass von diesem aus sein Grundstück eingesehen werden kann. Das Argument, gegen den Turm müsse wegen dessen Höhe von 3,50 Meter die Bauaufsicht einschreiten, fand vor dem Verwaltungsgericht Neustadt an der Weinstraße kein Gehör. In bebauten Bereichen gebe es weder einen Schutz vor Einsicht noch gegen in Wohngebieten üblichen Kinderlärm. (AZ: 4 K 25/08)

Videoanlage

Wohnungseigentümer sind nicht berechtigt, ohne Zustimmung aller Eigentümer den Eingangsbereich des Hauses mit einer Sprechanlage zu überwachen, die mit einer Videokamera kombiniert ist. Das Oberlandesgericht Köln bestätigte die Klage mehrerer Bewohner, die ihre Persönlichkeitsrechte verletzt sahen, weil die übrigen Nutzer der Wohnungen intensiv den Eingangsbereich beobachten konnten. Außerdem war nicht sichergestellt, dass die Aufnahmen direkt gelöscht wurden. (AZ: 16 Wx 13/07) büs

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