Immobilien : URTEILE

Schimmel

Wird nach dem Auszug eines Mieters (der mit seinem Ladenlokal unter einem Dach lebte) erheblicher Schimmelbefall festgestellt, so kann der Vermieter nur dann Schadenersatz verlangen, wenn er dem ausgezogenen Mieter falsches Heizen und Lüften nachweisen kann. Gelingt das dem Vermieter nicht, ist anzunehmen, dass der Schimmel durch Gebäudemängel aufgetreten ist, die zulasten des Eigners gehen. (AmG Königswusterhausen, 9 C 174/06)

Spitzboden

Verkauft eine Immobiliengesellschaft eine – noch zu bauende – Maisonettewohnung, wobei im Dachgeschoss ein Spitzboden errichtet und als Schlafzimmer genutzt werden soll (worauf die Käuferin besonderen Wert legt), so muss der Bauträger die Kundin darüber informieren, wenn gerade zum Bau des Spitzbodens das Bauaufsichtsamt die Zustimmung verweigert. Andernfalls hat das Unternehmen Schadenersatz zu leisten, weil die Wohnung ohne die gewünschte Ausführung des Dachs weniger wert ist. (BGH, VII ZR 205/06)

Verdienstausfall

Macht ein Mieter geltend, nach einem Wasserschaden in seiner Wohnung selbst Säuberungs- und Instandhaltungsarbeiten übernommen zu haben, so muss der Vermieter ihm seinen Aufwand ersetzen – einschließlich eines Betrages für die Arbeitszeit. Entgangener Verdienst aber kann nur verlangt werden, wenn unbezahlter Urlaub nachgewiesen wird. Hier hatte der Mieter nur behauptet, er habe drei Tage an der Arbeitsstelle gefehlt. Das genügte dem Amtsgericht Köln nicht. (AZ: 219 C 20/07) büs

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