Immobilien : Urteile

Haushaltsnahe Dienstleistungen


Ein Steuerpflichtiger darf nicht die Kosten für eine Fensterreinigungsfirma (hier in Höhe von 550 Euro) als „haushaltsnahe Dienstleistung“ zu 20 Prozent vom steuerpflichtigen Einkommen abziehen, wenn er lediglich eine Barquittung vom Gebäudereiniger vorlegen kann. Nur bei Vorlage einer Rechnung und der Zahlung auf das Konto der Firma werde bewiesen, dass die Dienstleistung den gesetzlichen Vorgaben entsprechend durchgeführt und bezahlt worden ist. (Finanzgericht Düsseldorf, 15 K 3449/06 E)

Steuerrecht
Lässt ein Hausbesitzer, der das Obergeschoss seines Wohnhauses vermietet hat, nur diesen Teil des Gebäudes mit einer Fassadenbekleidung und einem Dachüberstand versehen, um die Heizkosten zu reduzieren und Schimmelbildung vorzubeugen, so kann er den gesamten Aufwand dafür als Werbungskosten von seinen Mieteinnahmen abziehen. Das Finanzamt hatte im verhandelten Fall die Kosten nur im Verhältnis der vermieteten zur selbst genutzten Fläche anerkannt. (Bundesfinanzhof, IX R 43/06)

Verwaltungsrecht
Haben Mieter ihre Wohnung verkommen lassen, so darf das Ordnungsamt den Vermieter verpflichten, die Räume durch ein Spezialunternehmen zu reinigen, zu entwesen und zu entrümpeln, um Gesundheitsgefahren zu vermeiden. Hier hatte das Amt zuerst die Mieter aufgefordert, entsprechend tätig zu werden. Sie waren aber weder willens noch finanziell in der Lage, dafür zu sorgen, dass in ihrer Wohnung wieder normale Zustände herrschen. (Verwaltungsgericht Arnsberg, 3 L 336/08)

0 Kommentare

Neuester Kommentar