Immobilien : URTEILE

24 Jahre alter Herd

Wurde ein schon zehn Jahre alter Elektroherd mitvermietet und zieht der Mieter 14 Jahre später aus, so kann der Vermieter nicht die Kosten für einen neuen Herd verlangen, wenn der Ofen bei der Wohnungsübergabe fehlt. Zwar hätte der Mieter den Herd nicht mitnehmen dürfen; jedoch könne der Vermieter nur den Restwert des 24 Jahre alten Einrichtungsstückes verlangen. Und weil der bei fast bei Null liege, dürfe er sich nicht auf Mieterkosten einen neuen Herd besorgen. (Landgericht Berlin, 65 S 152/05)

Ferienwohnung

Bei vermieteten Ferienhäusern ist grundsätzlich davon auszugehen, dass der Eigentümer der Immobilie Gewinne erwirtschaften will. Eine Ausnahme kann – laut Bundesfinanzhof – dann gelten, wenn die ortsübliche Vermietungszeit weniger als 25 Prozent der gesamten möglichen Nutzungszeit ausmacht; dann könne Liebhaberei unterstellt werden. Die Folge: Das Finanzamt braucht Verluste aus der geringen Vermietungszeit steuerlich nicht mindernd zu berücksichtigen. (Aktenzeichen: IX R 48/06)

Wohnungskündigung

Die Kündigung einer vermieteten Wohnung wegen Eigenbedarfs kann nicht allein damit begründet werden, die Tochter des Vermieters benötige die Räume „zur Persönlichkeitsentwicklung“. Das Landgericht Hamburg stufte das Argument des Vermieters als „reine Leerformel“ ein. Es hätte zum Beispiel angegeben werden müssen, ob der Tochter beim Vermieter ein eigenes Zimmer oder vielleicht sogar eine Art Einliegerwohnung zur Verfügung stehe. (Aktenzeichen: 316 S 122/06) büs

0 Kommentare

Neuester Kommentar