Immobilien : URTEILE

Haushaltsnahe Dienstleistungen

Eine Verwalterin einer Wohnungseigentumsanlage, die den einzelnen Eigentümern jedes Jahr eine Bescheinigung über die Kosten haushaltsnaher Dienstleistungen ausstellt, darf dafür eine Gebühr verlangen. Zumindest dann, wenn die Bescheinigungen ausdrücklich erbeten wurden. Das Landgericht Düsseldorf hält einen Betrag von 25 Euro je Einheit für angemessen. Hintergrund ist, dass Wohnungseigner die Kosten haushaltsnaher Dienstleistungen steuerlich geltend machen können. (AZ: 19 T 489/07)

Nachbarrecht I

Mieter eines Reihenhauses verstoßen nicht gegen das Gebot der Rücksichtnahme auf Nachbarn, wenn sie auf ihrer Terrasse ein Pavillon-Zelt aufbauen, das dort für Schatten sorgen soll. Das gilt auch dann, wenn die Terrassen der einzelnen Mieter unmittelbar aneinander angrenzen und der Sonnenschirm-Ersatz über die Sichtschutzwand zum Nachbargrundstück hinausragt. Das Landgericht Hamburg sieht auch dann keinen Verstoß, wenn die Terrasse besonders intensiv genutzt wird. (AZ: 311 S 40/07)

Nachbarrecht II

Kinderspielplätze mit einer üblichen Ausstattung gehören in die unmittelbare Nähe der Wohnbebauung. Die mit ihrer normalen Nutzung typischerweise verbundenen Geräusche sind, soweit sie „Folge der natürlichen Lebensäußerungen von Kindern“ sind, ortsüblich, sozialadäquat und daher auch in einem reinen Wohngebiet von den Anwohnern hinzunehmen. Sie sind mit deren Ruhebedürfnis vereinbar, so ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg. (AZ: 8 S 2165/07)büs

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben