Immobilien : URTEILE

Gewerbemietrecht

Ein Rechtsanwalt, der seine Kanzlei unterhalb einer Wohnung hat, kann vom Vermieter nicht verlangen, Polter-, Stampf-, Hüpf-, Scharr- und Rollgeräusche abzustellen, die von Kindern in der Wohnung verursacht werden. Der Anwalt hatte entweder eine neue Trittschalldämmung gefordert oder ein Einschreiten des Vermieters, der die Mieter zu mehr Rücksichtnahme anhalten sollte. Das OLG Dresden jedoch: Hält sich das Ausmaß der Geräusche im Rahmen, so bleibt’s, wie es ist. (AZ: 5 U 1336/08)

Flurschmuck

Dekoriert eine Mieterin eines Mehrfamilienhauses den Hausflur, so geht das über den vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache hinaus. Die Frau muss die Dekoration wieder entfernen, so das Amtsgericht Münster. Die Mieterin hatte etliche Gegenstände aufgestellt, die Lampen abgehängt und durch schmückende Leuchtkörper nach ihrem eigenen Geschmack ersetzt. Außerdem hatte sie im Gemeinschaftsgarten unzählige Töpfe mit opulenten Blumenschmuckarrangements aufgestellt. (AZ: 38 C 1858/08)

Wohngebäudeversicherung

Bricht ein zehn Meter hoher Baum einen Meter über dem Boden ab, so muss die Wohngebäudeversicherung des Eigentümers den Abtransport des Baumes nicht zahlen. Auch dann nicht, wenn laut Versicherungsvertrag „Kosten für das Entfernen, den Abtransport, die Entsorgung durch Blitzschlag oder Sturm umgestürzter Bäume“ übernommen werden. Diese Klausel sei – so das Amtsgericht Köln – „nicht derart auszulegen, dass abgeknickte Bäume umgestürzten gleichzusetzen sind“. (AZ: 143 C 163/08) büs

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben