Immobilien : URTEILE

Renovierung mit Fiskus-Hilfe

Schließt ein Ehepaar einen Vertrag über den Kauf eines Eigenheims, in das jedoch erst ein Jahr später eingezogen werden soll, so kann es doch Aufwendungen für die Renovierung der bis dahin noch bezogenen Eigentumswohnung als Werbungskosten vom steuerpflichtigen Einkommen abziehen. Bedingung: Es will diese Wohnung unmittelbar nach dem Umzug in das Eigenheim verkaufen. Dass es in dieser Zeit von der Renovierung noch selbst profitiert, hält das Finanzgericht für unerheblich. (AZ: 1 K 2073/04)

Bausparkasse bekommt Gebühren

Bausparkassen dürfen für den Abschluss von Bausparverträgen Gebühren von den Kunden erheben, weil damit unter anderem die Akquise von neuen Bausparkunden durch die Mitarbeiter der Banken und Sparkassen finanziert wird, die „lebensnotwendig“ für das Bestehen des gesamten Bausparsystems sei – und somit im Interesse aller Bausparer. Schließlich müsse jeder Bausparer zunächst eine gewisse Summe selbst angespart haben, um dann das Darlehen erhalten zu können. (Landgericht Heilbronn, 6 O 341/08)

Zu teuer: Makler geht leer aus

Peilen ein Immobilienmakler und sein Kunde für ein Haus einen Kaufpreis von 220 000 Euro an und muss der Käufer letztlich 275 000 Euro für die Immobilie bezahlen, so steht dem Makler keine Provision zu. Der Vermittler hat nicht annähernd das – gemeinsam mit dem Kunden – abgesteckte Ziel erreicht, welches dann mit einer Courtage „belohnt“ werden sollte. Das Oberlandesgericht Dresden hat die Abweichung 25 Prozent für zu hoch eingestuft und dem Makler kein Geld zuerkannt. (AZ: 8 U 1167/08) büs

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