Immobilien : URTEILE

„Unpassende“ Fenster ablehnen

Ein Hausbesitzer muss einem Handwerker keinen anteiligen Lohn zahlen, wenn dieser zu kleine Fenster liefert, er sie jedoch „passend machen“ und einbauen will und den Auftrag schließlich wegen „Unverhältnismäßigkeit“ kündigt, weil der Kunde die „Flickschusterei“ ablehnt. Der Handwerker kann dann keine Zahlung seines Aufwands für die Materialbeschaffung verlangen. Das Oberlandesgericht Celle: Der Einbau von Fenstern mithilfe von Aufdoppelungsprofilen muss vom Kunden nicht akzeptiert werden. (AZ: 6 U 102/08) büs

Eigenbedarf durch engen „Kontakt“

Ein Vermieter darf einem Mieter wegen Eigenbedarfs an sich nur kündigen, wenn er die Wohnung den zu seinem Hausstand gehörenden Personen oder seinen Familienangehörigen (Kindern, Eltern, Geschwistern) zur Verfügung stellen will. Der Bundesgerichtshof hat für den Fall eine Ausnahme zugelassen, dass einem Schwager des Vermieters eine vermietete Wohnung überlassen werden soll, wenn zu ihm „ein besonders enger Kontakt“ besteht. Diese Bedingung hielt der BGH in diesem Falle für erfüllt. (AZ: VIII ZR 247/08) büs

Vermieter an „Schönheit“ erinnern

Hat ein Vermieter die Schönheitsreparaturen in einer von ihm vermieteten Wohnung auszuführen, so muss der Mieter ihn an die Arbeiten zu erinnern, falls er die Notwendigkeit bemerkt, solche Instandhaltungsarbeiten zu erledigen. Tut er es jahrelang nicht, so darf der Vermieter nur für die Abnutzung der Wohnung aus den letzten drei Jahren in Anspruch genommen werden. (AmG Wetzlar, 38 C 1882/07)büs

0 Kommentare

Neuester Kommentar