Immobilien :  URTEILE 

Ziegen haben nichts zu meckern

In einem reinen Wohngebiet dürfen Nutztiere nicht gehalten werden. Das gilt auch dann, wenn es sich bei den Tieren nur um zwei Ponys, drei Ziegen und vier Gänse handelt, das Grundstück 1700 Quadratmeter groß ist und sich Nachbarn nicht beschwert hatten. Allein die Haltung von Pferden in einem Wohngebiet sei unüblich, Gänse schlügen ähnlich wie Wachhunde bei Störungen laut Alarm und der Geruch von Ziegen sei „nicht jedermanns Sache“, so das Verwaltungsgericht Lüneburg. (AZ: 2 B 37/09)

„Obere Bandbreite“ ist erlaubt

Liegt für eine Kommune kein „örtlicher Mietspiegel“ vor und hat der Vermieter einen Sachverständigen beauftragt, die Miethöhe bei Vergleichswohnungen festzustellen, so darf er sich anschließend an der „oberen Bandbreite“ des vom Gutachter festgestellten Wertes orientieren und von seinem Mieter einen entsprechend hohen Quadratmeterpreis verlangen. Bedingung: Die Voraussetzungen liegen vor, etwa die Beachtung der Kappungsgrenze von 20 Prozent – bezogen auf die bisherige Miete. (BGH, VIII ZR 30/09)

Baumängel nicht „außergewöhnlich“

Kauft ein Ehepaar ein Haus, das es selbst bewohnt, so kann es Aufwendungen für die Beseitigung von Mängeln am Dach nicht als außergewöhnliche Belastung steuerwirksam absetzen. Der Bundesfinanzhof: Es kommt nicht darauf an, ob es sich um „übliche“ oder „unübliche“ Ereignisse gehandelt hat, die zu einem Baumangel geführt haben. Aufwendungen zur Behebung von Baumängeln würden nicht zum Abzug zugelassen. Ein „ungewöhnliches Ereignis“ sei z. B. ein Hochwasserschaden. (AZ: VI B 140/08)büs

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