Immobilien : URTEILE

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Wer einen Werkvertrag abgeschlossen hatte, hat vom Auftragnehmer Anspruch auf Erstellung einer umfassenden Schlussrechnung. Darauf müssen die Forderungen im Einzelnen beschrieben werden: Beispielsweise welcher Arbeiter auf welcher Baustelle an welchen Tagen wie viele Stunden gearbeitet hat. Änderungen und Ergänzungen des Auftrags, die während der Arbeiten erfolgten, müssen besonders kenntlich gemacht werden. So lautet ein Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main (Az: 26 U 77/03).

Der Notar haftet

Notare müssen auch bei der Beurkundung von Verträgen, die sie nicht selbst erstellt haben, beide Parteien über etwaige mit dem Abschluss verbundene Gefahren aufklären. (Oberlandesgericht Celle, Az: 3U35/04). Besonders bei Verträgen, die einen der beiden Partner begünstigt, muss der Notar den Benachteiligten intensiv über die Folgen eines Abschlusses belehren. Geschieht dies nicht, haftet der Notar und den Unterzeichner trifft auch kein Mitverschulden.

Schadensersatz vom Gutachter

Kapitalanleger oder private Kreditgeber, die durch ein fehlerhaftes Gutachten zum Wert eines Grundstücks getäuscht wurden, können von dessen Verfasser Schadensersatz verlangen. Mit diesem Urteil (Az: X ZR 250/02) hat der Bundesgerichtshof seine bisherige und langjährige Rechtsprechung zu diesem Themenkomplex bestätigt. Diesen Anspruch gegen den Gutachter haben natürlich auch die Auftraggeber der Wertschätzung. Streit um Baum auf Grenze

Wenn ein Baum auf der Grenze zwischen zwei Grundstücken steht, dann haften beide Eigentümer für etwaige Schäden durch den Bewuchs. Hintergrund ist der Streit zwischen zwei Nachbarn über die Behebung des Schadens, der durch den Sturz eines von Pilz befallenen Grenzbaums verursacht worden war. Der Bundesgerichtshof befand (Az: VZR 33/04), dass beiden Grundstücksnachbarn eine Mitverantwortung tragen.Tsp

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