Immobilien : URTEILE

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Der Eigentümer einer Immobilie sollte beim Verkauf seines Grundeigentums Interessenten auch über nicht erkennbare Mängel informieren. Denn wenn er dies versäumt, muss er damit rechnen, dass er dem getäuschten Käufer Schadensersatz bezahlen muss. Ein entsprechendes Urteil hat der Bundesgerichtshof (V ZR 120/03) nach Angaben der Bausparkasse Wüstenrot getroffen. In dem konkreten Fall hatte der Käufer eines Hauses dessen früheren Eigentümer verklagt, weil das Dachgeschoss der Immobilie mit Holzbock befallen war. Der „getäuschte“ Erwerber klagte in dem Prozess den Verlust ein, den er beim Weiterverkauf des Hauses erlitt. Außerdem forderte er die Nebenkosten für den Erwerb und für die Finanzierung der Immobilie zurück.

Rollladenumbau ohne Genehmigung

Der Eigentümer einer Wohnung, in der bereits Rollläden eingebaut sind, braucht nicht die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft einzuholen, wenn der einen elektrischen Antrieb einbaut. Dies entschied das Oberlandesgericht Köln (AZ: 16 Wx 115/00) nach Angaben der Landesbausparkassen (LBS). In dem konkreten Fall hatte ein Eigentümer elektrische Rollladenheber von einer Spezialfirma einbauen lassen. Eine Nachbarin zog deshalb vor Gericht mit dem Ziel, den Antrieb wieder ausbauen zu lassen. Doch die Richter wiesen die Klage ab.

Basketballkorb nicht zulässig

Ein Immobilieneigentümer in Mainz hat sich mit einer Klage gegen die Kommune durchgesetzt: Sie muss den Basketballkorb, der in einem öffentlichen Park montiert war, wieder abbauen. So urteilte das Verwaltungsgericht Mainz (AZ: 2K 509/03). Ein Gutachter hatte zuvor die Aussage des Anliegers bestätigt, wonach Heranwachsende auch an Sonn- und Feiertagen sowie in den Abendstunden den neuen Spielplatz rege nutzten und dadurch häufig die Lärmgrenzwerte überschritten wurden. ball

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