Immobilien : URTEILE

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Das Amtsgericht Köln hat eine Minderung der Miete in Höhe von zehn Prozent für gerechtfertigt erklärt, weil im Garten der Wohnanlage Baumaterialien und ähnliche Gegenstände gelagert wurden. Nach Auffassung der Richter ist dies den Mietern nicht zuzumuten. Allerdings sei die Minderung der monatlichen Zahlungen nur so lange berechtigt, wie der Hauseigentümer die Baumaterialien nicht wieder wegschafft (AZ: 214C83/94).

Hundehütte im Garten zulässig

Der Nachbar eines Tierliebhabers hat diesen vergeblich verklagt, die Hundehütte auf dem Grundstück abzubauen. Der Kläger hatte sein Ansinnen damit begründet, dass es sich bei der kleinen Holzhütte um einen „Schwarzbau“ handle. Doch die Richter am Amtsgericht Hamburg-Wandsbeck teilten diese Auffassung nicht. Die Hundehütte sei weder mit dem Erdreich noch mit der Hauswand fest verbunden. Sie stehe lediglich lose auf den Gehwegplatten. Deshalb dürfe sie auch bleiben (AZ: 713b C 736/950).

Mieter sind keine Gartenfachkräfte

Wer ein Haus oder eine Wohnung mit einem Grundstück mietet, muss das Grün auch pflegen. Allerdings hat diese Pflicht ihre Grenzen: Weil der Mieter keine Fachkraft ist, muss er sich nicht darum kümmern, dass Bäume und Büsche auf dem Grundstück beschnitten werden. Dies ist Sache des Vermieters. Dagegen sind nach Auffassung des Landgerichtes Detmold einfache Pflegearbeiten wie das Jäten von Unkraut, das Rasenmähen und das Umgraben von Beeten Aufgabe des Mieters (AZ: 2 S 180/88).

Schutz vor Blicken auf dem Balkon

Um sich den neugierigen Blicken von Passanten zu entziehen, verkleiden Wohnungsnutzer häufig die Brüstungen ihrer Balkone. Doch dadurch kann es zu einer erheblichen optischen Beeinträchtigung der Hausfassade kommen – gegen die Nachbarn bisweilen Sturm laufen. Dennoch muss dem Amtsgericht Köln zufolge nicht jede Balkonverkleidung abgebaut werden (AZ: 212 C 124/98): Der Schutz der Intimsphäre etwa durch Bastmatten, die die Höhe der Balkonbrüstung nicht überschreiten und farblich zur Fassade passen, sei zulässig. ball

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