Immobilien : URTEILE

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Wer eine Wohnung mit Balkon mietet, kann von dem Hauseigentümer verlangen, dass dieser nutzbar und nicht baufällig ist. So lautet das Urteil des Landgerichtes Hamburg (AZ: 311 S 119/96). In dem konkreten Fall hatte sich ein Vermieter geweigert, den Balkon instand zu setzen, weil es ihm zu teuer war. Diese Begründung lehnten die Richter ab.

Höchstens zwei streunende Katzen Auch auf dem Lande gibt es keine grenzenlose Freiheit für Tierliebhaber. So urteilte das Landgericht Lüneburg, dass ein Hauseigentümer höchstens zwei Katzen halten darf, sofern diese auch auf Nachbargrundstücken herumstreunen können. Hintergrund des Falles: Die Katzen wären häufig bei Anliegern aufgetaucht und hatten dort streng riechende Duftmarken hinterlassen. Der Eigentümer der Tiere muss nun eine Katze abgeben oder sein Grundstück umzäunen (AZ: 4S48/04).

Kein Komposthaufen auf der Grenze

Strenge Gerüche gehen oft auch von Garten- und Küchenabfällen aus. Deshalb dürfen Grundstückseigentümer ihren Komposthaufen nicht unmittelbar auf der Grenze zur nächstliegenden Immobilie aufbauen. So urteilte das Landgericht München I (AZ: 23014452/86). Die Richter begründeten dies damit, dass das Grundstück des Gartenfreundes mit 1350 Quadratmetern groß genug sei, um den Haufen an einem anderen Standort zu platzieren. ball

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