Immobilien : URTEILE

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Wer Haus oder Wohnung an Urlaubsgäste vermietet, gefährdet seine Eigenheimzulage. Dies geht aus einem Urteil des Finanzgerichtes Münster (AZ: 10K3089/01 EZ) hervor. In dem konkreten Fall hatten die Grundeigentümer eine Wohnung 77 Tage vermietet und 150 Tage selbst genutzt. Deshalb war die Auszahlung der Eigenheimzulage gestoppt worden. Zu Recht, so die Auffassung der Richter, denn die Zulage sei an die eigene Nutzung der Immobilie zum Wohnzwecke gebunden. Diese sei nur dann gegeben, wenn ausschließlich der Eigentümer ganzjährig über die Immobilie verfügen könne – und diese auch tatsächlich längerfristig nutze.

Vermieter darf nicht selbst einziehen

Wer die steuerlichen Vorteile aus der Vermietung einer Immobilie nutzt, sollte genau prüfen, ab wann er selbst dort einziehen kann. Erfolgt der Einzug zu früh, dann droht das Finanzamt die Verluste aus der Vermietung in früheren Jahren zu streichen – weil es die Absicht auf Erzielung von Gewinn in Zweifel zieht. Fehlt diese, dann kann man die steuerlichen Vorteile aus Vermietung und Verpachtung nicht nutzen, weil das Projekt dann als „Liebhaberei“ gilt, die nicht durch Subventionen gefördert wird. In dem konkreten Fall waren einem Grundeigentümer die Verluste aberkannt worden, weil er ein selbst gebautes Haus nur wenige Jahre vermietet hatte und dort danach selbst eingezogen war. Der Fiskus hatte nachgerechnet und festgestellt, dass der Grundeigentümer auch bei einer langfristigen Vermietung nie einen „Totalüberschuss“ erzielt, also niemals einen echten Gewinn nach Abzug aller Steuervorteile eingestrichen hätte (Bundesfinanzhof: AZ: IX R 57/00).

Streit um Gartenzwerg

Wenn sich ein Hauseigentümer nicht rasch gegen mutmaßlich ehrverletzende Aufbauten auf dem Nachbargrundstück zur Wehr setzt, droht er vor Gericht den Kürzeren zu ziehen. In dem konkreten Fall war auf einem angrenzenden Grundstück ein Gartenzwerg aufgestellt worden, dessen Zunge und Mittelfinger ausgestreckt sind. Gegen den unschönen Anblick klagte der Betroffene erst nach drei Jahren, zu spät, so das Landgericht Hildesheim (AZ: 7S364/99). ball

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