Immobilien : URTEILE

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Wenn ein Hauseigentümer regelmäßig die Beschaffenheit seines Daches prüfen lässt, kann er sich auf höhere Gewalt berufen, wenn ein Sturm Dachpfannen losreißt und diese Schäden an umstehenden Fahrzeugen anrichten. Dies geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichtes Düsseldorf hervor (AZ: 22U76/02). Der Halter eines Autos hatte Schadensersatz vom Hausbesitzer verlangt – vergeblich.

Gebühren für Ablesen der Heizung

Wenn eine Firma mit dem Ablesen der Heizungszähler beauftragt wird, darf sie keine Gebühr für einen zweiten „Hausbesuchs“ erheben. Dies geht aus einem Urteil des Landgerichtes München I hervor (AZ: 12 O7987/00). In dem konkreten Fall hatte die Firma allen Hausbewohnern einen Sammeltermin vorgegeben und sie in einem Schreiben gewarnt, dass bei einem Zweitbesuch Zusatzgebühren fällig würden. Doch aus Sicht der Richter ist dies rechtswidrig. Es gebe viele gute Gründe, warum jemand an einem bestimmten Tag ohne eigenes Verschulden nicht anwesend sein könne. ball

Wer für zerstörte Scheiben zahlt

Nicht der Eigentümer sondern der Mieter muss die Kosten für den Austausch von Fenstergläsern tragen, wenn er bei heftigem Wind mehrere Fenster in der Wohnung offen stehen lässt. Dies geht aus einem Urteil vom Landgericht Augsburg hervor (AZ: 7S278/98). In dem konkreten Fall waren mehrere Scheiben zu Bruch gegangen, weil ein orkanartigen Sturm aufgezogen war. Der Nutzer der Immobilie wollte dem Eigentümer den Schaden in Rechnung stellen.

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