Immobilien : URTEILE

-

Keine beliebige Verbrauchsschätzung

Fallen die Wärmezähler aus, darf der Eigentümer den Verbrauch nur dergestalt schätzen, dass Mieter die Schätzung nachvollziehen können. Die Grundlagen für die Berechnung sollten möglichst klar benannt werden. Bei einem Mieter in Neuruppin war das nicht der Fall. Er konnte den Unterlagen nicht entnehmen, wie der Eigentümer zu seinen Zahlen gekommen war. Der Amtsrichter entschied, dass bei derart mangelhaften Angaben die Nachzahlung nicht beglichen werden muss. (AG Neuruppin, Az. 42 C 64/04)

Vermieter muss alleine zahlen

Ein Vermieter ärgerte sich, weil in seinem Haus die Abfälle immer wieder durcheinander geworfen wurden. Er engagierte eine Firma, die die Container kontrollierte und die Mülltrennung organisierte. Die 400 Euro Kosten wollte er auf alle Mieter umlegen. Einer von ihnen zog dagegen vor Gericht – mit Erfolg: Wenn sich einzelne Parteien (oder gar Fremde) vertragswidrig verhielten, indem sie die Abfälle nicht richtig entsorgten, dann müssten unbeteiligte Mieter nicht dafür einstehen, so die Richter. Der Vermieter blieb deswegen auf den Kosten für die „Müllpolizei“ sitzen. Anders wäre es gewesen, hätte er Schuldige konkret benennen können. (LG Tübingen, Az. 1 S 219/99) . lbs

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben