Immobilien : URTEILE

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Gericht stoppte Umbau

der Garage zu Wohnungen

Auch wenn eine Baugenehmigung vorliegt, darf ein Hauseigentümer seine Garage nicht in jedem Fall zu Wohnraum umbauen. Im vorliegenden Fall hatte ein Mann an der Grundstücksgrenze eine Garage mit insgesamt 175 Quadratmetern Nutzfläche errichtet. Nach einiger Zeit wollte er dieses Gebäude allerdings anders verwenden. Er hatte vor, dort fünf Ein-Zimmer-Appartements einzurichten. Dies beantragte er bei der Baubehörde, die ihm die Umwidmung erlaubte. Der Nachbar war damit nicht einverstanden. Er zog vor das Verwaltungsgericht.

Die Richter untersagten den Wandel von der Garage zur Wohnanlage und machten damit die bereits erteilte Baugenehmigung zunichte. Die gesetzlich vorgeschriebenen Abstandsflächen für Wohngebäude seien hier nicht erfüllt gewesen. Eine Ausnahmegenehmigung komme nicht in Frage: Sonst könne ja jeder die vorgesehenen Abstandsflächen für Wohngebäude umgehen, indem er zunächst eine Garage baut und diese dann zum gewünschten Wohnraum umwandelt. (Aktenzeichen 1 A 10064/96)lbs

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