Immobilien : URTEILE

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Einbau einer Sauna muss nicht

gegen Teilungserklärung verstoßen

Für die meisten Wohnungseigentümer käme eine Sauna im Keller nicht infrage, weil sie dort viel zu viel Mobiliar und Vorräte gelagert haben. Was aber, wenn sich jemand trotzdem dazu entschließt?

Der Fall: Kaum hatten die Nachbarn mitbekommen, dass ein Miteigentümer zum Schwitzen in den Keller ging, winkten sie mit der Teilungserklärung. Demnach sei der Raum eindeutig als „Keller“ bezeichnet, was den Einbau einer Trockensauna verbiete. Der Betroffene argumentierte, er störe mit seinem Hobby niemanden.

Das Urteil: Nur weil von einem „Keller“ die Rede sei, dürfe man nicht alle anderen Verwendungszwecke automatisch ausschließen. Es gebe ja auch Menschen, die dort musizierten oder andere Hobbys pflegten. Entscheidend sei, ob die Mitbewohner gestört würden. So müsse der Saunafreund dafür Sorge tragen, dass keine Dämpfe in das restliche Gebäude dringen und auch sonst niemand gestört werde. (Oberlandesgericht Frankfurt/Main, Aktenzeichen 20 W 378/03) lbs

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