Immobilien : URTEILE

Parabolantenne

Mit dem Kabelanschluss im Haus ließen sich drei spanische Programme empfangen, ein Decoder hätte Zugang zu weiteren vier gebracht. Trotzdem verlangte ein spanisches Ehepaar vom Vermieter die Erlaubnis, eine Sat-Antenne an der Fassade anzubringen, um Programme aus der Heimat empfangen zu können. Der jedoch lehnte ab – und war damit im Recht, befand der Bundesgerichtshof: Dass durch Kabel und Decoder Zusatzkosten entstehen, reiche für einen Anspruch nicht aus. (BGH, VIII ZR 63/04)

Hausratversicherung

Die Mutter musste sich um ihre Tochter kümmern, die gestürzt war. Dabei vergaß sie das Bratfett auf dem Herd – leider auch dann noch, als die Tochter bereits versorgt war. Ergebnis: Das Fett geriet in Brand und zog die Kücheneinrichtung in Mitleidenschaft. Die Mutter berief sich auf Augenblicksversagen, doch das Landgericht München I verneinte das und befand: Die Frau hat grob fahrlässig gehandelt, so dass die Hausratversicherung den Schaden nicht ersetzen muss. (LG München I, 25 O 3308/07)

Nachbarrecht

Ein Grundstückseigentümer, dessen Anwesen tiefer liegt als das des Nachbarn, muss Wasser von dessen Grundstück entschädigungslos hinnehmen. Nimmt der Nachbar jedoch eine bauliche Veränderung vor (hier ein trogförmiges Pflanzbeet betreffend, in dem eine Thuja-Hecke wächst), wodurch – wegen der Bewässerung der Hecke durch einen perforierten Schlauch – zusätzliches Wasser über die Grenze kommt, so hat er Maßnahmen zu treffen, die das verhindern. (OLG Karlsruhe, 6 U 141/05)büs

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