VERBRAUCHERSCHÜTZER WARNEN : Windige Anbieter, unbrauchbare Ausweise

VORSICHT BETRÜGER

Der Pass hat längst windige Geschäftemacher auf den Plan gerufen. Sie versuchen selbst Hausbesitzern, für die die Ausweispflicht nicht gilt, den Pass aufzuschwatzen, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB). „Häufig drängen sie den Hauseigentümern auch übereilte Investitionen auf, wie etwa zum Einbau einer Wärmedämmung“, berichtet Vorsitzender Thomas Penningh. „Die dabei unentbehrliche fachliche Beratung allerdings bieten sie nicht.“

VORSICHT INTERNET

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Wesfalen warnte zuletzt vor Energieausweisen aus dem Internet. „Fast alle Online-Angebote sind nicht zu gebrauchen“, so das Fazit eines fallweisen Checks. Lediglich einer von 97 überprüften Ausstellern von Energieausweisen frage alle 14 gesetzlichen Pflichtdaten vollständig ab. Von 29 untersuchten Verbrauchsausweisen waren zwölf schon formal mangelhaft, 18 hielten einer fachlichen Prüfung nicht stand.

VORSICHT PFUSCH

Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale: „Vermieter wie Eigentümer haften, wenn Mieter oder Käufer Schadenersatz fordern, weil sie sich getäuscht fühlen, wenn Energiebedarfskennwerte im Verbrauchsausweis zwar ein Sparhaus avisierten, der tatsächliche Verbrauch dann aber einem energetisch sanierungsbedürftigen Objekt entspricht.“ Wer einen unvollständigen Ausweis hat, könne vom Aussteller eine kostenlose Nachbesserung verlangen. hoet

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