Immobilien : Vorabnahme macht Auszug leichter

Mieter können den Vermieter nicht zwingen, zum Anfertigen eines Übergabeprotokolls in der Wohnung zu erscheinen. In diesem Fall sollte der Auszugswillige mit einem Zeugen die Wohnung besichtigen und ein Protokoll erstellen, rät der Deutsche Mieterbund (Musterprotokoll unter www.mieterbund.de).

Idealerweise fertigen Mieter und Vermieter die Auflistung über den Zustand der Wohnung aber gemeinsam an und unterzeichnen das Papier. Vor allem beim Auszug sollten Mieter auf das Anfertigen eines solchen Protokolls drängen. Denn wenn nur die Schlüssel abgegeben werden, kommt es immer wieder zu bösen Überraschungen: Häufig erhalten Mieter noch Wochen nach dem Auszug eine Aufforderung, Arbeiten in der Wohnung zu erledigen. Die Frage, ob Schäden von diesem Mieter, vom Nachmieter oder von Handwerkern des Vermieters verursacht wurden, kann dann oft nicht geklärt werden. Ebenfalls bewährt hat sich eine sogenannte Vorabnahme. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Begehung der Wohnung durch Mieter und Vermieter einige Zeit vor Mietende. Dieser Termin ist eine gute Möglichkeit, um Informationen zu bekommen, welche Vorstellungen der Vermieter im Hinblick auf eventuelle Renovierungen hat. Allerdings sollten sich Mieter dann keinesfalls auf konkrete Forderungen einlassen. dpa

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