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Warenhäuser haben Zukunft : Mit dem Warenlift ins Wohnzimmer

01.12.2012 00:00 Uhrvon
Wohnen neben den Kurzwaren. Das frühere Kaufhaus am Anton-Saefkow-Platz in Lichtenberg beherbergt heute die „Star Lofts“ mit 84 Wohnungen.  Foto: Promo/Bau & GrundBild vergrößern
Wohnen neben den Kurzwaren. Das frühere Kaufhaus am Anton-Saefkow-Platz in Lichtenberg beherbergt heute die „Star Lofts“ mit 84 Wohnungen. - Foto: Promo/Bau & Grund

Für die neue Nutzung alter Kaufhäuser haben Projektentwickler viele Ideen – auch in Berlin.

Kaufhäuser waren einst repräsentative Gebäude im Zentrum der Stadt, die mit ihren portalartigen Fassaden zugleich einladend und überwältigend wirkten. Sie waren die Warentempel und Konsumkathedralen der Gründerzeit, die architektonisch die Avantgarde einläuteten und mit Gütern aus aller Welt das Publikum anlockten.

Dann kam der Zweite Weltkrieg und veränderte alles. Im Zuge des Wirtschaftswunders und des Wiederaufbaus entstanden neue Handelsbauten – quadratische Verkaufsmaschinen, die sich vom traditionellen Stadtbild abhoben und auf der grünen Wiese genauso gut funktionierten wie in der Innenstadt. Dabei wurde überall die Flächennutzung auf die Präsentation von Waren bis in den letzten Winkel optimiert – und Fenster zur Mangelware.

Das moderne Warenhaus ist ein Einkaufskasten mit Rolltreppe, das sich von der Stadt abwendet. Die Konkurrenz durch Shopping Center und vor allem aus dem Internet macht dabei vor allem Häusern in B-Lagen den Garaus. Was also tun mit den leer stehenden Kaufhäusern?

Nicht immer ist ein Abriss die sinnvollste oder nachhaltigste Lösung. Findige Investoren und Projektentwickler sind also gefragt. Ein solches Duo sind die aus Dernbach im Westerwald stammenden Investoren Lutz Lakomski und Arndt Ulrich. 2009 kauften sie am Anton-Saefkow-Platz in Lichtenberg das ehemalige Konsument-Kaufhaus, das zuletzt von Kaufhof genutzt worden war. Gemeinsam mit dem Berliner Immobilienmakler Thomas Du Chesne entwickelten sie ein gemischtes Nutzungskonzept und bauten das Haus für insgesamt 15 Millionen Euro um.

Jetzt befinden sich im Erdgeschoss ein Nahversorgungszentrum und in den drei Stockwerken darüber auf 5200 Quadratmetern die „Star Lofts“: 84 Wohnungen mit vier Meter hohen Decken, einem innenliegenden Abstellraum, Lastenaufzug und Loggia. Bei Mieten von rund 10,50 Euro bruttowarm und der guten Verkehrsanbindung waren sie sofort vermietet.

„Ich würde ein solches Konzept jederzeit wieder realisieren“, sagt Lutz Lakomski. „Die Kombination von Wohnen und Handel funktioniert an innerstädtischen Standorten sehr gut, vor allem in Berlin, wo es einen Mangel an bezahlbarem Wohnraum gibt.“ So kaufen er und sein Partner Arndt Ulrich alte Immobilien in Berlin auf und wandeln sie in bezahlbaren Wohnraum um. „Gewerbeimmobilien eignen sich gut, da ihre Substanz und Statik gut sind. Und auch die lichte Raumhöhe ist von Vorteil“, sagt er. „Man hat einfach mehr Möglichkeiten.“

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