Immobilien : Warum es lohnt, den Wasserkasten zu reparieren

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500 bis 6000 Liter Wasser können pro Tag verloren gehen, wenn eine Toilettenspülung tropft oder gar ständig läuft. Ein solcher Defekt treibt die Wasserrechnung in die Höhe und sollte sofort repariert werden. Mieter sollten sich beim Vermieter melden, damit der Schaden schnell behoben werden kann. Eigentümer rufen am besten gleich den Klempner an oder schreiten selbst zur Tat. Bei erheblichen Wasserverlusten kann das Absperrventil des Wasserkastens zugedreht werden.

Der Zulauf zum Spülkasten befindet sich oft als Eckventil in der Zulaufleitung und kann von Hand zugedreht werden. „Das Absperrventil kann auch im Wasserkasten sein“, sagt Peter Mellenthin von der Deutschen Heimwerker Akademie. Das Ventil ist unter einer Abdeckschraube verborgen und kann mit einem Schraubenzieher geschlossen werden.

„Einen Wasserkasten selbst zu reparieren, ist nicht schwer“, sagt Mellenthin. Über einen Druckknopf am Kasten wird eine Dichtung am Ablauf des Spülkastens angehoben. Dadurch kann das Wasser entweichen. Gleichzeitig wird über den Schwimmer der Wasserzulauf geöffnet. Erreicht der Schwimmer sein Ausgangsniveau, schließt er automatisch den Zulauf wieder ab. „Wenn der Deckel des Spülkastens geöffnet ist, entfernt man am besten zuerst Schmutz und Kalkablagerungen mit einer Spülmittellösung in warmem Wasser.“ Sollte dies nicht den gewünschten Erfolg bringen, muss der Spülkasten zerlegt werden.

Ständig aus dem Spülkasten durch das Spülrohr laufendes Wasser weist auf eine verschmutzte oder defekte Dichtung hin. Um sie zu ersetzen, muss das Absperrventil geschlossen und der Spülkasten entleert werden: Zylinder im Kasten nach links oder rechts drehen, um ihn aus der Verankerung zu lösen, Dichtung am Zylinderkopf ersetzen und die Spülrohröffnung mit Seife reinigen.

Ständiges Tropfen kann auch von einem undichten Einlaufventil verursacht werden. Ältere Kästen haben oft einen Schwimmer aus Hartschaum, der sich mit der Zeit vollsaugen kann. Er steigt dann nicht mehr hoch genug, um das Ventil zu schließen. Wenn der Schwimmer klemmt, kann er durch Verschieben oder Verstellen des Gestänges zum Ventil wieder gängig gemacht werden.

Alte Aufsatzspülkästen sollten allerdings gegen ein modernes Modell mit Wasserspartaste ausgetauscht werden. In die Wand eingebaute ältere Unterspülkästen, die sehr viel Wasser verbrauchen, lassen sich oft auf Zwei-Mengen-Spültechnik – drei oder sechs Liter – umrüsten. Im Laufe eines Jahres können so bis zu 40 000 Liter Trinkwasser eingespart werden. Dadurch rechnen sich die Handwerkskosten in weniger als einem Jahr. Die Arbeiten machen weder Schmutz noch Lärm. Getauscht werden nur die Funktionsteile im Unterputz-Spülkasten. dpa/Tsp

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