Immobilien : Was Eigenes? Ja – und am liebsten ein Haus mit Garten

Umfrage der Sparkasse: Was sich Berliner wünschen, die an den Kauf einer Immobile denken

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Wenn es um die eigenen vier Wände geht, sehnen sich die meisten Berliner nach dem Haus mit Garten. Ob Eigentumswohnung oder Haus: Steglitz-Zehlendorf ist der begehrteste Bezirk für Immobilien. Dennoch bleibt der Berliner am liebsten in seinem Kiez. Erst wenn die Kinder aus dem Haus sind, kommt auch ein anderer Bezirk in Frage. Dies sind die Ergebnisse einer Umfrage der Berliner Sparkasse unter 1 500 Berlinern, die eine Immobilie erwerben möchten.

Zwei Drittel der Befragten bevorzugen das eigene Haus mit Garten und Terrasse. Ganz oben auf der Wunschliste steht das freistehende Einfamilienhaus, gefolgt von der Doppelhaushälfte und dem Reihenhaus. 30 Prozent möchten künftig lieber in einer eigenen Wohnung leben. Die neue Wohnung sollte dabei – nach dem Wunsch von 75 Prozent der Männer – mindestens 100 Quadratmeter groß sein. Frauen interessieren sich für kleinere Wohnungen mit mindestens 75 Quadratmetern und drei Zimmern. Auch eine Gästetoilette sollte nicht fehlen.

Bei der Lage sind die Berliner einer Meinung: Steglitz-Zehlendorf (18%) liegt vorne, egal ob mit Haus oder mit Wohnung. Beim Haus nehmen die Bezirke Reinickendorf und Tempelhof-Schöneberg mit sieben und sechs Prozent die Plätze zwei und drei ein, gefolgt von Pankow. Begehrte Eigentumswohnungen liegen in den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf (16 Prozent) und Tempelhof-Schöneberg (15 Prozent), dicht dahinter Pankow (12 Prozent).

Wie andere Baufinanzierer verzeichnet auch die Sparkasse eine anhaltend starke Nachfrage; 2006 wurde das Geschäft um 15 Prozent gesteigert. Das hat Gründe: Die Immobilienpreise in Berlin und Speckgürtel sind nach wie vor auf einem historisch niedrigen Niveau. Leichte Preissteigerungen von zwei bis drei Prozent bleiben auf wenige besonders exklusive Lagen in Grunewald, Dahlem oder Mitte beschränkt. Zwar sind die Finanzierungskosten in den letzten Monaten leicht gestiegen. Dennoch ist das Niveau so niedrig, dass die Zinsaufwendungen in vielen Fällen nicht höher sind als die Kaltmiete einer vergleichbaren Mietwohnung.

Gute Rahmenbedingungen also. Auch der Wegfall der staatlichen Grundförderung zum 1. Januar 2006 hat den Run auf die eigene Immobilie nicht gebremst. „Die Erhöhungen bei Mehrwertsteuer und Grunderwerbsteuer zum Anfang dieses Jahres haben bisher keinen Einfluss auf das Kaufverhalten“, sagt Müller.

Da das Angebot an bezugsfertigen Häusern und Wohnung nach wie vor groß ist, lag der Anteil von Neubauvorhaben in Berlin zuletzt nur bei rund fünf Prozent. Neubauten entstehen derzeit in Randgebieten, vor allem in den östlichen Regionen.

Nicht nur die Grundstückspreise, sondern auch die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser zeigen sich in den einfachen bis mittleren Lagen stabil. Der Durchschnittspreis im Westteil liegt bei 210 000 Euro und im Ostteil bei 180 000 Euro. In sehr guten Wohnlagen im Westteil liegen die Durchschnittspreise bei 450 000 Euro. Tsp

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