WAS SICH ARCHITEKTEN SO DENKEN : Reine Typfrage – sechs Häuser in einem

HAUS BUDAPEST

Ein gläsernes Kuppeldach ist Erkennungszeichen – Türme und Kuppeldächer auf vielen Eckbauten der Donaumetropole sind ein Erbe der Herrschaft der Römer und Türken. Am beeindruckendsten findet Architekt Arno Bonanni den ungarischen Jugendstil. Der findet sich auch im Foyer des Hauses Budapest am Bundesratufer wieder – mit ortstypischem Naturstein und markanten Spiegeln.



HAUS PARIS

Die eleganten Wohnbauten aus den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts, die zwischen Étoile und Trocadéro in Paris entstanden sind, standen Pate. Die Fassade mit champagnerfarbenem Kalkstein soll für pariserische Leichtigkeit stehen. Geometrische Elemente des Art déco hat Bonanni ebenso in den Entwurf für das Haus Paris integriert wie Sandsteinplatten, die im Foyer die Farben der Fassade aufgreifen.

HAUS STOCKHOLM

Großzügig und gediegen soll das Haus wirken – ganz so wie die großbürgerlichen Hauptstädter Schwedens es lieben. Zu den prunkvollen Fassaden der Stadtresidenzen gehören auch die Eckvorbauten, die der Architekt als Idee für das Bundesratufer aufgenommen hat. Für das Foyer hat er den ortstypischen Naturstein vorgesehen, die Wände werden mit dunklen Holzpaneelen verkleidet.

HAUS AMSTERDAM

Wie kaum eine andere Stadt ist Amsterdam vom Wasser geprägt. Die Grachtenhäuser des 17. Jahrhunderts wie auch die Bauten der Kunstbewegung „De Stihl“ sind Ausdruck des Lebensgefühls der Niederlande. Weltoffenheit und Transparenz sollen sich in Bonannis offener und geradliniger Konstruktion der Fassade des Hauses Amsterdam wiederfinden. Das Foyer ergänzt die Idee mit geklinkertem Fußboden und hellen Wänden.

HAUS BARCELONA

Die katalanische Avantgarde zitiert der Architekt für das Haus Barcelona. Miró und Architektur von Gaudi sind Vorbild für die freie Gestalt der Fassade und den Wechsel von erdfarbenen und weißen Elementen. Sie sollen die mediterrane Atmosphäre der Stadt spiegeln und südländisches Wohngefühl schaffen. Im Foyer wird ein Terrakottabelag verlegt, die Wände sind pastellfarben.

HAUS WIEN

Wiens bedeutender Stadtbaumeister Otto Wagner inspirierte Architekt Bonanni zu dem Entwurf des Hauses Wien. Ziel war es, einen Übergang vom Jugendstil zur Moderne zu schaffen, ohne auf schmückende Ornamente und dekorative Farben verzichten zu müssen. Im Foyer spiegelt sich diese Absicht in einem hellen Natursteinboden mit dunklem Fries, hinzu kommen helle Wänden mit einer abgesetzten dunklen Bordüre. heid

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