Immobilien : Wasser ist nicht gleich Wasser

Bezeichnung unterliegt der Mineral- und Tafelwasserverordnung

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Der deutsche Verbraucher kann zwischen rund 500 MineralwasserMarken und etwa 70 Heilwässern wählen. Deren Beschaffenheit und Geschmack unterscheidet sich vor allem danach, in welchen Erdschichten das Wasser vorkommt, welche Mineralien aufgenommen wurden und wie hoch der Anteil von Kohlensäure ist. Der Gesetzgeber hat in der Mineral- und Tafelwasserverordnung (MTV) genau festgelegt, welches Wasser sich wie nennen darf.

Natürliches Mineralwasser hat laut MTV seinen Ursprung in einem unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen und muss direkt am Quellort abgefüllt werden. Alle Inhaltsstoffe müssen natürlichen Ursprungs sein, um seine „ursprüngliche Reinheit“ zu bewahren. Dies bedeutet, dass keine Stoffe nachträglich zugesetzt oder entzogen werden dürfen. Lediglich Eisen und Schwefel dürfen aus optischen oder geschmacklichen Gründen entfernt werden. Außerdem kann Kohlensäure reduziert oder zugefügt werden.

Quellwasser stammt ebenfalls aus unterirdischen Wasservorkommen und muss am Ort abgefüllt werden. Es muss jedoch nicht dem Merkmal "ursprüngliche Reinheit" entsprechen und auch nicht amtlich zugelassen werden.

Tafelwasser wird vornehmlich aus Trinkwasser unter Zugabe einer Mineralien-Mischung industriell hergestellt. Eine geografische Herkunftsbezeichnung ist daher auch nicht erlaubt.

Heilwasser stammt wie Mineralwasser aus unterirdischen, vor Verunreinigung geschützten Vorkommen und muss ebenfalls an der Quelle abgefüllt werden. Aufgrund seiner besonderen Zusammensetzung besitzt es „heilende, lindernde oder vorbeugende Wirkungen“. Damit unterliegt Heilwasser auch der offiziellen Zulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Leitungswasser entstammt in Deutschland meist zu zwei Dritteln aus Grundwasser und zu einem Drittel aus Oberflächenwasser. Es unterliegt der hygienischen Kontrolle. ddp

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