Immobilien : Wenn es in Baugemeinschaften kriselt

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Acht Baugemeinschaften hat Wilhelm Laumann, Geschäftsführer der LS-H, bisher begleitet. Alle kamen ans Ziel. „Die Mitglieder der ersten Projekte feiern heute noch gemeinsame Feste“, sagt er. Wenn die Projekte platzen, dann in der Regel in der Gründungsphase: entweder, weil die Finanzierung nicht klappt, oder weil die Chemie zwischen den Mitgliedern nicht stimmt. Dann sei es auch richtig, nicht einzusteigen. Denn mit Streit während der Bauzeit müsse man ohnehin rechnen. Weil etwa ein Mitglied den Architekten stärker in Anspruch nimmt als andere oder weil gleiche Anschlusskosten für Strom oder Gas bei verschieden großen Häusern anfallen.

Baugruppen seien nur für Menschen geeignet, „die sich auch mal einer Mehrheitsentscheidung beugen können“, sagt Laumann. Zudem müsse man aufgrund der vielen Abstimmungen mehr Zeit bis zum Einzug einplanen als bei üblichen Bauvorhaben: 1,5 bis drei Jahre.

Betrug sei in Baugemeinschaften dagegen selten: Alle Kosten werden offen gelegt, jedes Mitglied kann nachrechnen. Auch über Größe und Nutzung gemeinsamer Flächen wie Gärten oder Wegen wird gemeinsam entschieden. Mehr Einfluss und Mitsprache gebe es nirgends. Weitere Baugruppenerfahrene Firmen: Complan, Stattbau und BSM. ball

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