Immobilien : Wenn Verluste drohen

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Wer sich an einem Geschlossenen Immobilienfonds beteiligt, wird Unternehmer und geht damit unweigerlich Risiken ein. Ohne diese Gefahren würde der Fiskus die steuerlichen Vorzüge, die mit einer Fondsbeteiligung verbunden sind, nicht anerkennen. Dass viele enttäuschte Anleger dennoch klagen, wenn sie plötzlich die versprochenen Ausschüttungen für das von ihnen eingesetzte Kapital nicht erhalten, liegt häufig an vollmundigen Versprechungen der Fondsvertriebe. Die Verkäufer hatten besonders Mitte der 1990er Jahre zu wenig auf die Risiken hingewiesen. Und wenn diese Warnungen auch im Verkaufsprospekt des Fonds fehlen, besteht unter Umständen die Möglichkeit, aus der Beteiligung wieder auszusteigen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Fondsinitiator noch existiert und solvent ist, was häufig nicht mehr der Fall ist. Auch wenn eine Bank am Verkauf der Anteile beteiligt war, bestehen Chancen auf eine Rückabwicklung. Genügten die Prospekte jedoch ihrer Aufklärungspflicht, dann müssen Anleger bei Fonds in der Rechtsform der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) sogar fürchten, dass sie frisches Kapital einbringen müssen, wenn es einen wirtschaftlichen Engpass gibt. In den meisten Fällen beschränkt sich das Verlustrisiko jedoch auf das ursprünglich eingesetzte Kapital. Der erste Schritt zu einer Fondssanierung ist meistens die Aussetzung der versprochenen Ausschüttung, der Anleger erhält also keine „Zinsen“ für sein Kapital. ball

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