Immobilien : Wer guten Rat will braucht gute Nerven Meistens besetzt: Mietertelefone für Sozialwohnungen mit Förderstopp

-

Wer eine Mieterhöhung erhält, weil der Eigentümer für seine Sozialwohnung keine Förderung des Bausenats erhält, dem hat die Verwaltung Hilfe versprochen. Wie die Behörde in einer Pressemeldung versichert, sollen drei Anlaufstellen für verunsicherte Mieter bereit stehen. Die private Gesellschaft BSM sei unter der Rufnummer 8906510 erreichbar. Darüber hinaus leiste die landeseigene Investitions Bank Hilfestellung: unter Telefon 21252660. Schließlich stehe auch die Bauverwaltung selbst für Anfragen zur Verfügung unter der Rufnummer 90125036. Wie berichtet, sollen Mieter von Sozialbauwohnungen nicht die Leid tragende der vom Senat gestoppten Förderung dieser Wohnhäuser sein. Das Problem: Die betroffenen Immobilien wurden vor 15 Jahren errichtet, und damals waren die Baukosten viel höher als heute. Würden die seinerzeit entstandenen Kosten auf die Miete umgelegt, müssten Nutzer von Sozialwohnungen bis zu 15 Euro pro Quadratmeter bezahlen. Daher subventionierte das Land die Bauträger, und diese verlangen deshalb von Mietern im Schnitt nur etwa fünf Euro je Quadratmeter. Da diese Subvention nun aber wegfällt, werden viele Hauseigentümer die Mieten nach Kräften erhöhen. Betroffene Mieter mit geringen Einkommen will der Senat mit Umzugshilfen oder anderen Maßnahmen unterstützen. Zu diesem Zweck hat die Verwaltung Beratungsstellen eingerichtet. Das redliche Unterfangen ist in der Praxis leider nicht ganz so pragmatisch umgesetzt. Wer während der angegebenen Sprechzeiten die BSM anruft, wird nur eine Stimme vom Band erreichen: „Wenn Sie in diesen Zeiten anrufen, sind leider alle Leitungen besetzt. Wir rufen zurück.“ Bei der landeseigenen IBB war die Telefonleitung entweder besetzt oder klingelte vergeblich. Bei der Bauverwaltung hieß es, man werde prüfen, inwieweit Besserungen möglich seien. ball

0 Kommentare

Neuester Kommentar